Spirit

Das Jahr 2020 wäre für mich auch ganz ohne „Corona“ ein verrücktes Jahr gewesen. So verrückt, dass schon wieder zwei Monate und fünf Tage seit meinem letzten Beitrag vergangen sind. So verrückt auch, dass ich es niemals in einem Beitrag auch nur annähernd zusammenfassen kann. Darum scheute ich mich vor dem letzten Beitrag dieses Jahrs: Ich könnte nämlich Bücher darüber schreiben. Und weil ich meine Zeit für anderes als Bücherschreiben nutzen muss und will, mache ich hier das Gegenteil davon und schreibe eine sehr rudimentäre Kürzestversion:

1. mit Peter zusammenziehen

—> Umzug nach Winterthur

2. Veränderungen auch für die Kinder – wie zum Beispiel neue Schulen, neue Lehrer und Lehrerinnen, neue Freundinnen und Freunde, neue Umgebung

—> Sie gehen super damit um – besser und cooler geht nicht mehr. Und das sagt nicht ein verblendetes Mamilein (die es ja durchaus gibt), sondern das sehen alle, die mit ihnen zu tun haben. Was mir bleibt, ist ein kleines bisschen „Stolz“, dass wir das, was in der Erziehung wirklich wichtig ist, richtig gemacht haben: die Kinder zu offenen, ehrlichen, herzlichen, unkomplizierten, energetischen und selbständigen Jugendlichen und später Erwachsenen zu machen.

3. zwei Kids voll im Saft

—> das heisst mit allem, was die Pubertät und die damit verbundene Ablösung halt so mit sich bringen, wenn sie stattfinden dürfen und durch nichts und niemanden unterdrückt werden. („Nur“ schon das würde ein Buch ergeben…)

4. Sieg beim Verwaltungsgericht in einer Angelegenheit, die mit der Aufnahmeprüfung ans Zürcher Langzeitgymnasium zu tun hat.

—> Auch diese Geschichte würde ein Buch füllen, d. h. schon die allgemeine Thematik an sich würde ein Buch füllen. Aber ich sag vorerst mal „nur“ das: Siege im Schulrecht sind sehr selten. Unser Fall ist bis zum Regierungsrat gegangen, da das Urteil des Verwaltungsgerichts logischerweise zum Regierungsrat gegangen ist. Ausserdem ist das Urteil bei gewissen Medien. Auch darum veröffentliche ich es hier und jetzt (noch) nicht. Doch irgendwann werde ich es tun. Und versuchen, die haarsträubenden Punkte so zusammenzufassen, dass auch Laien im Bildungs- und/oder im Rechtswesen drauskommen.

Das Verwaltungsgericht fand nämlich eine ungewöhnlich klare Sprache und rügte nicht nur die Kantonsschule Zürcher Unterland in ihrem unsäglichen Bewertungssystem, sondern verwies auch die Bildungsdirektion in ihrem Auftreten in Schranken. An genannter Kantonsschule ist übrigens eine Prorektorin nur Prorektorin, damit sie einen Status hat; nicht, weil es ihr um die Menschen, mit denen sie es zu tun hat, gehen würde. – Soll es ja geben! 😱

5. Berufliche Erfolge wie zum Beispiel sehr anerkennende und faire Rückmeldungen nach Schulbesuchen und – die Krönung – vom kommenden Semester an wieder eine Stelle an einer Berufsschule, worüber und worauf ich mich sehr freue.

—> Auch hierzu könnte ich ein Buch schreiben, zum Beispiel zum System Volksschule. Es hat meiner Meinung nach keine Zukunft, ausser es werden immer mehr Lehrpersonen verschleisst und der Mangel an ihnen wird immer grösser. Trotzdem möchte ich die Erfahrungen nicht missen; sie sind auf verschiedenen Ebenen weiterbringend und wertvoll.

Zum Thema „Schulblindheit“ (analog zum Begriff „Betriebsblindheit“ aus der Wirtschaft) hab ich mich ja auch schon geäussert. Und ja, es ist tatsächlich ätzend, wie gewisse Lehrer und Lehrerinnen jahrzehntelang an der gleichen Schule hocken bleiben und es sich in ihrem ach so bequemen Nest gutgehen lassen:

Dass ihnen viele und weitreichende Erfahrungen an anderen Schulen und auf anderen Stufen fehlen, wird grosszügig übersehen. Dass sie stagnieren, geben sie natürlich niemals zu. Dass eine Lohnkürzung das einzig Richtige wäre, wollen sie schon gar nicht hören.

Es ist für Lehrpersonen wie mich mit einer sehr breiten Erfahrung schwierig nachzuvollziehen, wie gewisse „Kollegen“ und „Kolleginnen“ sich ihr kleines Königreich aufgebaut haben und sich ihrer Beschränktheit zum Teil nicht mal bewusst sind, geschweige denn je zu dieser stehen würden.

Wie auch immer: Stellen an Berufsschulen sind rar (unter anderem den egoistischen Nesthockern zu verdanken…) und begehrt. Auch darum ist meine Freude über die Zusage sehr gross.

6. verschiedene spezielle, einmalige, einzigartige, bereichernde, beglückende, die Schönheit und das Leben feiernde Episoden oder Begegnungen aus meinem Berufs- oder Privatleben, die ich gerne erzählen würde und die den Blog auf jeden Fall bereichern würden. Ich halte mich aber (etwas) zurück, da Personen wiedererkannt werden könnten, was vielleicht nicht immer erwünscht ist…

Es sind eben auch „Dinge“ dabei, von denen ich vor 20 Jahren nicht gedacht hätte, dass sie mir mit 47 immer noch passieren würden… – aber umso schöner.

Feiern wir die Schönheit – die innere wie die äussere.

—> Schade, dass ich hier nicht mehr erzählen kann. Aber alles bleibt in meinem Herzen.

(Da ist eh schon viel aufbewahrt, aber es hat immer Platz für noch mehr.)

Zum „Corona“-Desaster äussere ich mich nicht gross, ausser dass die – medizinischen, sozialen und wirtschaftlichen – Folgeschäden der völlig unverhältnismässigen Massnahmen sich jetzt schon in schwindelerregenden Höhen befinden und diese die wahre Katastrophe darstellen.

Ausser dass die Politik und die Massenmedien (auch treffend Massenmerdien genannt) sich völlig verrannt haben, nicht mehr hinauskommen und sich daher immer noch mehr und noch mehr verstricken, sprich immer noch schärfere Massnahmen erlassen. Da die Mehrheit des Volks – leider (!) – dumm ist, können sie seit bald einem Jahr tun und lassen, hochstilisieren und ausblenden, was sie wollen.

Ausser dass die brave, brave Folgsamkeit der selbsternannten „Corona“-Moralapostel an das dunkelste Kapitel der Geschichte erinnert. Man muss wahrlich kein Geschichtsstudium absolviert haben, um an die Zeit vor 80 Jahren erinnert zu werden.

Ausser dass die Begriffe „Solidarität“ und „Gemeinwohl“ äusserst einseitig ausgelegt, strapaziert und missbraucht worden sind – und zwar vorwiegend von den heuchlerischen „Corona“-Moralaposteln, die sich vor diesem Monstervirus (Achtung Ironie) nie und nimmer für die Anliegen der Betroffenen von chronischen Erkrankungen interessiert, geschweige denn sich für sie eingesetzt haben. (Und davon kann ich ein Lied singen. Bzw. viele Lieder singen…)

Ihr seid zum 🤮 in eurer Angst- und Paniksteuerung und -verbreitung und noch viel mehr zum 🤮 in eurer Heuchelei und eurem engen, engen Horizont, der sämtliche komplex(er)en Zusammenhänge zum Vornherein ausschliesst.

Und hier gebührt Peter unbedingt mal ein grosser Dank: Ohne dich, ohne deine Weitsicht, deine Differenziertheit, deine Lockerheit hätte ich das, was diese Pseudo-Krise, die durch die Diktate (auch liebevoll „Massnahmen“ genannt) von „oben“ zur tatsächlichen Krise geworden ist, über diese erstickende Gesellschaft offenbart hat, wohl kaum ausgehalten.

Danke für die ungezählten, stundenlangen Gespräche, die Ernsthaftigkeit, den Humor und das Verständnis.

Danke für den „Spirit“.

Ich brauche ihn, um atmen zu können.

Danke. ❤️

– – –

Wer mehr über meine Haltung den Zeugen Coronas gegenüber erfahren möchte, soll doch auf die FB-Seiten von Stefan Millius, Stephan Sembinelli, Sybille Zoller und Barbara Müller gehen: alle Beiträge öffentlich, alle Beiträge mit Belegen. (Ein bisschen Intellekt in so viel Feig- und Verlogenheit kann ja nicht schaden.)

– – –

Ich wünsche allen Lesenden einen frohen Silvester und einen frohen Neujahrstag. 🍀 🍀

Wir melden uns noch diese Woche mit einer neuen Song- und Videoaufnahme. 🌟

Hier unten schon mal ein kleiner Einblick aus unserer Arbeit mit „Green Screen“:

 

 

 

 

 

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