Eine (etwas) andere Impfung

Vorweg:

Ich habe meine erste  Covid-19-Impfung (schon) gehabt.

Ich bin keine Impfskeptikerin, geschweige denn eine Impfgegnerin.

Ich bin gegen die Krankheiten, gegen die wir uns üblicherweise impfen lassen, geimpft.

Meine Kinder sind es – selbstverständlich – ebenfalls.

Trotzdem:

Die Leicht- und Gutgläubigkeit, mit der viele sich zur Zeit gegen Covid-19 impfen lassen, finde ich erschreckend und irgendwie auch gefährlich.

Ich vertraue den meisten Ärzten und Ärztinnen auch – es gibt aber auch Ärzte und Ärztinnen, die der Covid-19-Impfung gegenüber kritisch eingestellt sind.

Ausserdem ist diese Impfung fast schon verdächtig schnell aus dem Boden gestampft worden. Sich darüber nicht mal Gedanken zu machen, finde ich fahrlässig.

Und die Methode, wie der Wirkstoff im Körper transportiert wird, ist neu. Erfahrungswerte fehlen.

Nach allen anderen bisherigen Impfungen spürte ich die Einstichstelle ein bisschen – das wars.
Drei Stunden nach dieser Impfung fing mein Arm weh zu tun – und zwar sehr. Ich merkte es zum ersten Mal, als ich mit Naila in unserem Home-Ristorante war und ihr etwas zeigen wollte; ich konnte den Arm kaum anheben. Es handelte sich nicht um ein paar Stunden, sondern um sechs Tage: drei Tage, in denen ich mit dem linken Arm wirklich nichts machen konnte, nicht mal den BH oder die Hose an- oder ausziehen. Eine Berührung schmerzte, ein Kuss schmerzte – und zwar auf dem gesamten Oberarm. Dann nochmals drei Tage, aber nicht mehr ganz so „krass“.
(Und damit ich die Wörter „schmerzen“ und „weh tun“ verwende, braucht es einiges. (Wer mich oder zumindest einen Teil meiner Geschichte kennt, weiss das.))

Klar – die heftige Reaktion hängt vielleicht mit meiner Erkrankung zusammen. Ich hatte in den vergangenen Monaten sowieso Schmerzen in der Muskulatur am Rücken, am Nacken, in den Schultern, den Armen und, wenn auch weniger stark, den Beinen. Dies hängt wahrscheinlich mit der Autoimmunerkrankung zusammen. Jetzt ist es (viel) besser, worüber ich froh bin. Die Haare kaum waschen zu können oder eine sanfte und liebevolle Berührung am Oberarm als Schmerz zu empfinden, ist nicht lustig.
Darum: Diese Problematik nicht zu erwähnen, wäre unehrlich.
Trotzdem: Nach keiner anderen Impfung seit anfangs 2009 (als die Autoimmunerkrankung ausbrach) hatte ich auch nur annähernd eine ähnliche Reaktion. (Und ich hatte ein paar Impfungen seit damals.)

Peter hatte eine Nacht und einen Tag Fieber mit Schüttelfrost. Ähnliches haben wir beide von unseren jeweiligen Arbeitskollegen gehört.
Von den ganz schlimmen Nebenwirkungen, die bekannt geworden sind, schreib‘ ich hier nix; in der Hoffnung, dass sie wirklich „nur“ mit demjenigen der Impfstoffe, der in der Schweiz nicht zugelassen ist, in Verbindung gebracht werden.

Wie auch immer: Ich kann nicht nachvollziehen, wie man sich diese Impfung hineinziehen kann, ohne einen einzigen kritischen Gedanken dabei zu haben.
Auf der anderen Seite bringen Verunglimpfungen, Dramatisierungen und krude alternativ-esoterisch-fanatische Behauptungen ebenfalls nix – im Gegenteil.
Und ich vertraue meiner Ärztin; sie hat für mich mehr, als ich im Blog zu schreiben oder jemandem zu erzählen vermag, getan.
Die zweite Impfung findet am 9. Juli statt.
Peters zweite am 13. Juli.

Wir wollen nämlich für drei Wochen nach Marokko reisen.
Mir ist es wichtig, dass die Kinder ihre Wurzeln kennen und die Beziehungen zur Familie ihres Vaters aufrechterhalten und pflegen können.
Auch mir gefällt das Land und ich mag die Menschen.
Wir freuen uns darauf, müssen aber noch organisieren und reservieren, weil wir ja bis vor Kurzem nicht wussten, was überhaupt möglich sein würde.
(So, wie es vielen erging. Aber ein Luxusproblem im Vergleich zu den Problemen all‘ derjenigen, die durch die Diktate (denen viele Leute sich blind und dumm fügen und sie brav obrigkeitsgläubig „Massnahmen“ nennen…) teilweise massiv geschädigt worden sind.)
Wir freuen uns darauf – und die Erholung brauche ich nach sehr intensiven und anstrengenden Wochen vor allem mit den Abschlussprüfungen und einem Arbeitspensum von weit über 100% wirklich besonders.

Mit dem Hausverkauf und dem Hauskauf geht es voran; wir sind froh, ab Dezember in unserem eigenen Haus in Winterthur-Wülflingen zu wohnen, und können immer noch nicht ganz fassen, wie viel Glück wir dabei gehabt haben.

Abgesehen davon geniessen wir den Sommer, essen auf der Terrasse oder auswärts in Restaurants, die wir schon kennen oder neu entdecken, laden ab und zu Freunde und Freundinnen ein oder treffen uns mit ihnen und sind gespannt auf die beiden Konzerte am kommenden Samstag sowie am kommenden Dienstag. Kaum zu glauben, dass dies – endlich – wieder möglich ist.

Heute Abend treffe ich Karina aus Eglisau im Restaurant Tandoor in Winterthur, wo ich eben erst auch mit Peter wieder war.
Schön, dass Freundschaften wieder einfacher gepflegt werden können.
Die Hysterie der Zeugen Coronas (denen jegliche sachliche Argumente fehlen) soll ja auch Freundschaften zerstört haben. Schon krass – und krank.
Aber was solls; freuen wir uns über Freundschaften, die „alles“ überleben – es sind die wahren und echten.

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