„Und Sie sind eine unglaublich schöne Frau.“

„Und Sie sind eine unglaublich schöne Frau“,
sagte die Dame, die zuvor, da er sie gefragt hatte, was sie für einen Tee trinken würde, mit Taieb geredet hatte, zu mir.
Das war Mitte Januar beim „Fleischli“ in Wallisellen.
Taieb trainiert ganz in der Nähe und wir hatten uns dort verabredet.

Das Kompliment freute und berührte mich
– nicht so sehr wegen des Inhalts,
sondern vielmehr wegen der Tatsache, dass eine Frau das zu einer anderen Frau gesagt hatte.
Es gibt viele neidische Frauen;
die immer wieder zitierte „Frauensolidarität“ ist nicht viel mehr als ein Label ohne Verankerung in der Realität, ohne Manifestationen im Leben, ohne Tiefe.
Das ist einer der Gründe, warum ich grundsätzlich – es gibt Ausnahmen, das ist klar… – (viel) lieber mit Männern als mit Frauen zu tun habe.

Und darum ist ein solches Kompliment von einer Frau eben besonders schön.
Darum berührte es mich.
Darum werde ich es nie vergessen.

Es sagt
nicht nur
über mein Aussehen
etwas
aus,
es sagt
vor allem
ganz viel Gutes
über die Frau,
die das so sagen konnte,
aus.

Seit Freitagmittag bin ich schon wieder in Thailand.
Am Donnerstag unterrichtete ich noch bis 10 Uhr; am Nachmittag flogen wir nach Abu Dhabi, von dort weiter nach Phuket.
Diesmal sind wir „nur“ zu zweit hier,
da (logischerweise…) die meisten Arbeitnehmenden nicht so viel frei verfügbare Zeit haben.

Ich habe zwar nur eine Woche Urlaub,
das heisst dadurch, dass ich zur Zeit am Freitag eben keine Lektionen habe, sind es dann doch zehn Tage.
Dafür hab‘ ich im Frühling sogar zweimal Urlaub, einmal im April und einmal im Mai.
Im Mai möchte ich Taieb in Texas besuchen,
für April ist noch offen, was wir machen.

Eigentlich
wäre
wohl
Hauseinrichten
angesagt…!

Aber
ich liiieeebeee
das Reisen,
sodass
ich
nicht
garantieren kann,
dass
es
das Hauseinrichten
nicht
auf den zweiten Platz
verdrängen wird…

So oder so geniesse ich die Tage hier.
Taieb weckte mein Interesse für Südostasien letzten Sommer; mittlerweile liebe ich es genauso wie er.

Offen für Neues,
sich bewegen und weiterentwickeln:
etwas vom Wichtigsten im Leben
– in welchem Gebiet
und
auf welcher Ebene
auch immer.

Stillstand ist schlimm.

ich beobachte ihn immer wieder…

Sei es beruflich,
sei es privat,
sei es in der Persönlichkeitsentwicklung.

Ein Leben lang
an mehr oder weniger dem gleichen Punkt.
Ganz vieles verdrängend.
Ganz vieles vermeidend.

Grässlich.

In der Komfortzone
ist es
einfach
und
bequem.
Nur das.
Mehr nicht.

Darum
verlasse ich
die Komfortzone
immer wieder.
Bewusst.
Absichtlich.

Das
braucht
natürlich
Selbstbewusstsein,
Selbstvertrauen,
Mut,
Stärke
und
innere Ruhe.

Nicht
nach aussen hin
vorgegaukelte,
vorgespielte
und
vorgetäuschte
äussere Ruhe,
auf die
leider
zu viele
reinfallen
und
die
letzlich
nur dazu dient,
dass
das sorgsam aufgebaute Kartenhaus
nicht
zusammenkracht
und
einstürzt.

Narzisstisch persönlichkeitsgestörte
sind
Meister,
Baumeister
darin.

Unbeschreiblich dankbar
und
ein kleines bisschen stolz,
das Gegenteil
zu leben,
zu verkörpern,
zu sein.

Stolz
auch
auf Taieb,
der
mit 17
seine erste grosse Reise
organisierte.
Alleine,
ganz alleine.
Von A
bis Z.

Der
ebenfalls noch
mit 17
eben diese Reise
antrat,
in Chalong
18
wurde,
die zwei Monate dort
in vollen Zügen
genoss,
gleichzeitig
intensiv trainierte,
und
nach zwei Monaten
zufrieden
zurückkehrte.

Im Frühjahr folgen zwei Monate in Texas,
ebenfalls alles alleine organisiert.
Ende Oktober die Europmeisterschaft in Rom.
Danach möchte er für ungefähr elfeinhalb Monate, also fast ein Jahr, hierher, also nach Chalong zurückkehren – bis kurz vor die Europameisterschaft 2027.

Stolz wäre ich nicht auf brave, angepasste, sich den gesellschaftlichen Normen und dem Leistungsdruck unterordnende Jugendliche.
Stolz wäre ich nicht auf Bubelis oder Streberlis
– OMG. 😱
Stolz wäre ich nicht auf verwöhnte, überbehütete, gepushte, schon in jüngsten Jahren in der Matrix gefangene.

Und jetzt
mit der KI
und
den vielen
wie
einschneidenden Veränderungen,
die sie mit sich bringen wird,
wird das
sowieso
noch viel mehr
an „Wert“
und
Bedeutung
verlieren.

Aber lassen wir das;
es würde Bücher füllen.
Narren die Eltern,
die das (immer noch) nicht erkannt haben.
Deren Kinder einem leid tun sollten…
sehr sogar.

Jetzt ist bereits Samstagabend;
die achteinhalb Tage hier in Chalong sind wiederum sehr schön gewesen.
Im nächsten Beitrag werde ich stichwortartig festhalten, was wir so gemacht haben.
Um 3.10 Uhr thailändische Zeit (21.10 Uhr Schweizer Zeit) fliegen wir zurück;
um 12.50 Uhr morgen Sonntag sind wir, wenn alles gut geht und wir den Anschluss in Abu Dhabi erwischen, zurück in der Schweiz.

Dann heisst es:
make money
for the next trip.

Zum Glück hab‘ ich meinen Job gerne. 😅

Und mach‘ ich nebenbei noch viel anderes.

Reisen
ist
zwar
mein grösstes,
liebstes
und
teuerstes,
aber
nicht
mein einziges
Hobby. ☺️

Den Text widme ich der Dame,
die das zu mir gesagt hatte.
Sie hat dadurch auch Schönheit gezeigt.
Und ein bisschen auch noch Taieb,
der es sich mitanhören musste…
😂

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